http://www.huettwilen.ch/de/portrait/portgeografie/portinfohuett/
28.06.2017 22:52:24


Gemeindeteil Hüttwilen


Bild 1
Herrliche Aussicht auf den Hüttwilersee

Bild 2
Pfarrhaus (links) und die katholische Kirche St. Franziskus, erbaut 1964/65 von Justus Dahinden. Eindrücklich ist die mit dunklen Eternitplatten bedeckte Zeltarchitektur.

Bild 3
Das Dorfbild von Hüttwilen zieht sich auf der Südseite bis zum Waldrand hoch.
Landschaft Hüttwilen

Seit 1997 ist Hüttwilen eine Politische Gemeinde, bestehend aus den bisher selbständigen Ortsgemeinden Hüttwilen, Nussbaumen und Uerschhausen. Die Politische Gemeinde Hüttwilen gehört seit 1.1.2011 zum Bezirk Frauenfeld. Vorher gehörte sie seit jeher zum Bezirk Steckborn, der durch die kantonale Reorganisation der Bezirkseinteilung aufgehoben wurde. Das Gemeindegebiet umfasst rund 1750 Hektaren und grenzt an den Kanton Zürich. Zu Hüttwilen gehören auch das Schloss Steinegg, (einst Kurhaus, heute in Privatbesitz) und das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Kalchrain, heute eine Arbeitserziehungsanstalt, respektive ein Massnahmenzentrum für junge Erwachsene, wo der Versuch unternommen wird, jugendliche Gesetzesbrecher zu resozialisieren. Hinter dem Hörnliwald liegt an idyllischer Lage der Flecken Moorwilen, der sich bereits hinter der Kammlinie des nördlich an das Tal anstossenden Seerückens befindet. Moorwilen wurde erstmals schriftlich erwähnt im Jahr 858.

Das Seebachtal zählt zu den Naturdenkmälern von nationaler Bedeutung. Die Stiftung Seebachtal ist bemüht, die natürlichen Lebensräume der einheimischen Pflanzen und Tiere zu fördern (Amphibienschutzgebiet) und die naturnahe Landschaft im Bereich der Seebachtalseen zu erhalten.

Die drei Seen Hüttwilersee, Nussbaumersee und Hasensee entstanden nach der letzten Eiszeit. Der erste sichere schriftliche Beleg für die Siedlung Hüttwilen (Hutewiler, was soviel bedeutet wie Gehöft des Hutto) stammt aus dem Jahr 1255.

Die Kyburger, die Habsburger, das Bistum Augsburg, die Klöster St.Gallen und St.Katharinental und das Kloster Reichenau sowie die Propstei Oehningen (bei Stein in der deutschen Nachbarschaft) zählen zu den wichtigsten Grundherren von Hüttwilen. 1466 wurde Ittingen zum grössten Grundherrn in Hüttwilen.

Ueber lange Zeit war Hüttwilen eine ausgesprochene Acker- und Weinbaugemeinde und zählte um 1800 zu den wohlhabenderen Gemeinden im Kanton Thurgau. Auch Obstbau und Waldwirtschaft sowie Viehzucht, trugen zum Wohlergehen bei.

Durch eine stete, aber massvolle Bautätigkeit hat sich Hüttwilen in den vergangenen Jahrzehnten vom Bauerndorf zu einem Ort mit gesunder, sympathisch durchflochtener Gesellschaftsstruktur entwickelt. So verfügt das Dorf heute über eine bunte Palette von Gewerbebetrieben und gute Einkaufsmöglichkeiten für die Deckung des täglichen Bedarfs.

Hüttwilen zählt mit Kalchrain und Moorwilen im Jahr 2007 exakt 786 Einwohner (1950 waren es 588). Das Dorf umfasst 476 ha Wiese und Ackerland, 252 ha Wald und fast 15 ha Reben. Mehrere Restaurants, ein traumhaftes Strandbad am See mit wunderschönem kleinen Park und einer Beobachtungsstation mit grosszügiger Kanzel für die Beobachtung der Naturwunder. Eine bunte Vielfalt von Vereinen ermöglichen es jedem Neuzuzüger, rasch Kontakt mit der hiesigen Bevölkerung aufzunehmen.

Weitere Möglichkeiten der Begegnung sind der Ökumenische Suppentag, die Theaterabende, das Dorfgrümpelturnier, die Bundesfeier am 1. August, der Chlausmarkt sowie alle zwei Jahre die traditionelle Dreiseen-Stafette.

Neben dem Kindergarten und der Primarschule befindet sich in Hüttwilen auch das Sekundarschulzentrum, in dem Schüler aus acht verschiedenen Orten in modern eingerichteten Gebäuden unterrichtet werden.